Urologische Klinik Dr. Castringius München - Planegg

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Harnsteinzentrum München
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Steintherapie mit Stoßwellen Drucken E-Mail

Entfernung mit Stoßwellen

Bei der so genannten Extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie, kurz ESWL, werden Harnsteine von außerhalb des Körpers mit Hilfe von Schallwellen in kleinste Teile zerlegt

ESWL
ESWL-Gerät

 Die Patienten liegen bei dem Eingriff  auf der Liege eines ESWL-Geräts. Der Stein wird mit Hilfe von Ultraschall oder Röntgenstrahlen geortet. Dann werden - ohne den Körper zu berühren - Stoßwellen auf die Mitte des Steines gerichtet, um ihn in kleinste Teile zu zerteilen. Diese Steinfragmente können dann über den Harnleiter und die Blase mit dem Urin ausgeschieden werden.

Nierenstein_im_ultraschall
Ultraschallbild mit Nierenstein im Fadenkreuz

Die Behandlung dauert circa 30 Minuten und kann meist problemlos – mit einem bestimmten Zeitabstand ‑ mehrmals angewendet werden. Sie wird meist ambulant durchgeführt oder es ist nur ein kurzer Krankenhausaufenthalt nötig. Die Patienten erhalten während des Eingriffs ein Schmerz- und Beruhigungsmittel.

Schonender Eingriff

Die ESWL ist eine schonende Behandlungsmethode. Das Schmerzempfinden ist bei den Behandelten  unterschiedlich: Die meisten spüren einen Klopfschmerz in der Flanke. Nach einer Stoßwellen-Behandlung findet man Blut im Urin, das ist aber nach einem solchen Eingriff normal und nicht besorgniserregend. Eine starke Blutung nach einer Stoßwellen-Behandlung ist extrem selten.

Einbringen einer Harnleiterschiene

Manchmal ist es erforderlich vor oder nach einer Stoßwellen-Behandlung eine dünne Harnleiterschiene (sog. Doppel-J-Katheter) einzulegen. Damit wird verhindert, dass die zerteilten Steine den Urinabfluss blockieren. Danach können die Steinfragmente meist problemlos neben der Harnleiterschiene in die Harnblase abgehen.

Nicht alle Steine lassen sich mit Stoßwellen zerstören

Mit Stoßwellen lassen sich nur solche Steine behandeln, die mit Hilfe von Ultraschall oder Röntgenstrahlen zu orten sind. Außerdem dürfen die Steine nicht zu groß sein und es darf keine Engstelle in Niere oder Harnleiter vorliegen. Bestimmte Steinarten lassen sich nur schwer oder gar nicht mit Stoßwellen zerkleinern.