Urologische Klinik Dr. Castringius München - Planegg

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Harnsteinzentrum München
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82152 Planegg
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Mit welchen Untersuchungen werden Harnsteine festgestellt? Drucken E-Mail

Um herauszufinden, ob ein Patient unter einem Harnstein leidet, führt der Arzt verschiedene Untersuchungen durch. Nach der körperlichen Untersuchung folgen die Ultraschall-, Urin- und Blutdiagnostik.

Laboruntersuchungen

Mit Hilfe der Blutuntersuchung kann der Arzt u.a. erkennen, ob die Nieren richtig arbeiten und ob der Patient unter einer Entzündung  leidet. Typischerweise findet man im Urin unter dem Mikroskop meist Blut und eventuell Zeichen einer Harninfektion.

Ultraschall, Röntgen, Computertomografie

Mit Hilfe von Ultraschall, Röntgen und manchmal auch Computertomografie wird nach dem Stein gefahndet: Ist ein Nieren- oder Harnleiterstein vorhanden? Wo liegt der Stein und wie groß ist er? Wie ist der Stein zusammengesetzt? Wie sieht der Harntrakt des Patienten aus?

Bei der Ultraschalluntersuchung sind Harnsteine ab einer Größe von zwei bis vier Millimetern in der Niere erkennbar. Harnleitersteine sind schwer darstellbar. Man erkennt sie oft nur dann, wenn sie im Harnleiter an der Eintrittstelle in die Harnblase liegen. Sehr wichtig sind die Beurteilung und die Ausdehnung einer Harnstauung. Dabei verbleibt mehr Urin im Nierenhohlsystem und dies lässt sich im Ultraschall gut erkennen.

Auf dem Röntgenbild ohne Kontrastmittelgabe kann man meist die Anzahl, Lage und Größe von Harnsteinen erkennen. Dies gilt nur für Steine mit einem Kalkanteil, so dass man damit schon erste Rückschlüsse auf die Harnsteinart ziehen kann.

Ein so genanntes Ausscheidungsurogramm ist ein Röntgenbild, auf dem die Ausscheidungsleistung der Niere und der Abfluss des Urins über die Harnleiter und die Blase untersucht werden. Dazu muss ein Kontrastmittel über eine Vene gespritzt werden. Diese Untersuchung führt zu einer exakten Diagnose über die Lage, Größe, die wahrscheinliche Harnsteinart und die Abflussverhältnisse aus der Niere.

Ein modernes und schnelles Untersuchungsverfahren zur Diagnose von Harnsteinen ist die Computertomografie. Bei der Diagnose von Harnsteinen wird sie oft als eine sogenannte „Native Computertomografie“ ohne Kontrastmittel eingesetzt.

In speziellen Situationen können weitere Untersuchungen erforderlich sein, zum Beispiel eine so genannte Retrograde Ureteropyelografie oder eine Nieren-Sequenz-Szintigrafie.