Urologische Klinik Dr. Castringius München - Planegg

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Harnsteinzentrum München
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Wie entstehen Harnsäuresteine?

Die Harnsäure wird im Körper jedes Menschen beim Abbau von Purinen gebildet und dann über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden. Die Purinkonzentration nimmt u.a. zu, wenn mit der Nahrung zu viele Purinkörper aufgenommen werden. Besonders in Fleisch und Innereien sind viele Purinkörper enthalten. Die Folge ist, dass zu viel Harnsäure ausgeschieden wird und die Gefahr, einen Harnsäurestein zu bekommen, steigt an.

bier

Mögliche Ursachen für eine vermehrte Harnsäureausscheidung:

  • in erster Linie eine Ernährung mit reichlich tierischem Eiweiß (Innereien, Wurst, Fleisch) und hohem Bierkonsum
  • bei radikalen Diäten mit Gewichtsreduktion
  • bei speziellen Nierenerkrankungen, Tumorerkrankungen und Chemotherapien.

Harnsäuresteine bilden sich nur bei einer hohen Harnsäurekonzentration im Harn und wenn der Urin zu sauer, also sein pH-Wert zu niedrig ist

Wie werden Harnsäuresteine behandelt?

Harnsäuresteine sind die einzigen Steine, die sich mit Medikamenten meist  vollständig auflösen lassen. Dazu wird der pH-Wert des Urins mit Hilfe von Medikamenten erhöht, so dass er zwischen 6,5 und 6,8 liegt. Mit einem Urinteststreifen wird das regelmäßig überprüft.

Zusätzlich wird die Harnsäurekonzentration im Blut medikamentös gesenkt.

Um einer erneuten Harnsäuresteinbildung vorzubeugen, müssen die Betroffenen bestimmte Trink- und Ernährungsempfehlungen befolgen – v.a. auf den Genuss von fettem Fleisch, Wurst und Innereien verzichten und den Bierkonsum reduzieren.

Mehr dazu erfahren Sie unter Ernährungs- und Trinkempfehlungen.