Urologische Klinik Dr. Castringius München - Planegg

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Harnsteinzentrum München
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Harnsteine bei Harnwegsinfektionen Drucken E-Mail

Wie entstehen Infektsteine?

Harnsteine, die sich aufgrund von Infektionen der Harnwege bilden, werden Infektsteine genannt. Infektsteine bilden sich bei Infektionen der Harnwege mit bestimmten Bakterien, den so genannten Urease bildenden Bakterien.

Mit Hilfe des Enzyms Urease spalten diese Bakterien den Harnstoff im Urin auf. Das führt dazu, dass der Urin alkalischer wird. In diesem alkalischen Urin kommt es sehr schnell zur Kristallisation und Bildung von Harnsteinen aus Magnesiumammoniumphospat (Struvit), Carbonatapatit (Dahllit) und Ammoniumhydrogenurat (selten)

Wie werden Infektsteine behandelt?

Die Harninfektion und die Harnsteinbildung begünstigen sich gegenseitig. Es kommt deshalb meist zu einem raschen Steinwachstum und zur Bildung von großen Steinen, die eventuell das gesamte Nierenhohlsystem ausfüllen können (Ausguss-Stein).

Bei Infektsteinen ist es deshalb enorm wichtig, alle Steine komplett zu entfernen. Bleiben winzige Reste von Steinchen in den Harnwegen zurück, können diese rasend schnell wieder zu großen Steinen nachwachsen.

Um das Risiko einer erneuten Harnsteinbildung zu reduzieren, muss der Urin nach der Steinsanierung regelmäßig untersucht werden, ob eine Infektion vorliegt, die sofort  eine abgestimmte Behandlung mit Antibiotika erfordert.

Zusätzlich wird der Urin meist medikamentös angesäuert.

Um einer erneuten Steinbildung vorzubeugen, sollten außerdem bestimmte Trink- und Ernährungsempfehlungen eingehalten werden. Mehr dazu erfahren Sie unter Ernährungs- und Trinkempfehlungen.