Urologische Klinik Dr. Castringius München - Planegg

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Ureterorenoskopische Steinentfernung (URS) Drucken E-Mail

Steinentfernung über Blase und Harnleiter

Bei einer Ureterorenoskopischen Steinentfernung (URS) schiebt der Arzt im Rahmen einer Blasen- und Harnleiterspiegelung vorsichtig ein Endoskop in den Harnleiter und bei Bedarf weiter in die Niere vor. Diese modernen Endoskope haben einen Durchmesser von 3-4 Millimetern.

Die Steine werden im Harnleiter oder in der Niere zunächst zerkleinert, zum Beispiel mit einer Laser-Sonde, und anschließend mit Fasszangen oder Fangkörbchen entfernt. Diese Behandlungsmethode wird in erster Linie bei Harnleitersteinen eingesetzt.

Neue, hochmoderne flexible Endoskope erweitern das Behandlungsangebot. Sie werden vor allem zur Behandlung von im oberen Harnleiter gelegenen Harnsteinen und kleineren Nierensteine verwendet.

Manchmal ist es erforderlich, während oder vor der Behandlung zunächst eine dünne Harnleiterschiene (sog. Doppel-J-Katheter) in den Harnleiter einzubringen, damit der Harnleiter sich weitet, und die endoskopische Behandlung dann einige Tage später zu wiederholen bzw. durchzuführen. Auch nach dem Eingriff wird in der Regel eine Harnleiterschiene eingelegt, weil es durch die Behandlung zu Schwellungen im Harnleiter kommen kann. Die Harnleiterschiene wird nach ca. 1-2 Wochen ambulant bei einer Blasenspiegelung nahezu schmerzfrei wieder entfernt.

Diese Eingriffe werden in Narkose ambulant oder im Rahmen eines kurzen Klinikaufenthalts durchgeführt. Komplikationen treten bei dieser endoskopischen Behandlung und einem versierten Operateur sehr selten auf.