Therapie von Nieren- und Harnleitersteinen

Konservative Behandlung und Abwartendes Verhalten

Viele Harnsteine können über den Harnleiter in die Harnblase gespült werden. Bei kleinen Steinen wartet man deshalb in der Regel erst einmal ab, ob der Stein spontan von selbst abgeht.

Damit ein Stein besser über den Harn ausgeschwemmt wird, sollen die Patienten einige Verhaltensregeln befolgen:

  • Die Betroffenen müssen reichlich trinken und sich bewegen, zum Beispiel hüpfen. So kann sich der Stein besser lockern.
  • Die Patienten filtern oder sieben ihren Urin, um den abgegangenen Stein aufzufangen. Dieser Stein, der manchmal nur die Größe eines Reiskorns hat, wird dann im Labor auf seine chemische Zusammensetzung hin untersucht.

Der spontane Steinabgang ist meistens mit schmerzhaften Koliken verbunden. Um diese zu lindern werden schmerz- und krampflösende Medikamente verabreicht, oftmals in einer Infusionslösung.

Tritt jedoch Fieber auf, ist eine sofortige urologische Behandlung erforderlich.

Nierenkelchsteine: Abwarten manchmal möglich

Ruhende Steine, sie befinden sich abgelegen in der Niere, wachsen nicht, lösen keine Harninfektion aus und tragen nicht das Risiko in sich, plötzlich in das Abfluss-System der Niere zu fallen. Diese Steine können abwartend konservativ mit Ultraschall - und Urinuntersuchungen überwacht werden.

 

Die Entfernung von Nieren- und Harnleitersteinen